Farhaneh und ihre Freundin Hooriya
Foto: Andreas Schmidt

Neue Kurse 2022

Wie jede Krise beinhaltet auch die aktuelle Situation, die uns in eine unfreiwillige Pause geführt hat, die große Chance Dinge, sich selbst, das Leben und Zusammen-leben zu hinterfragen.

Ich habe die Zeit genutzt, um zu reflektieren wie wir weitermachen wollen,
meine Pferde, Blue und ich. Daraus entsteht im Augenblick eine inhaltliche Neu-
ausrichtung. Ab Anfang 2022 werden wir neue Wege gehen. Bis dahin ruht das Zentrum. Oder besser – es formt sich neu.

Hier sind aber schon mal die ersten

Kursthemen für 2022

als Ausblick:

»Die Kunst der Pause«

Es gibt kaum etwas Wichtigeres im Leben und im Verstehen oder Kennenlernen des Lebens als: gekonnte Unterbrechungen. Das intuitiv richtige Timing von Pausen, wenn es darum geht, etwas auszuprobieren oder neu kennen zu lernen, ist für Tiere – wenn sie wild und ohne menschliche Intervention aufgewachsen sind – kein Problem.

Da Menschen aber glauben, Pausen als Belohnungen einsetzen zu können oder denken, es muss immer alles gut aufhören, sonst lernt der andere das Falsche, verlieren auch Tiere ihre intuitive Führung im Machen von Pausen. Wir zwingen sie in eine Linearität, in der wir selbst ebenfalls stecken. Dabei entsteht ein Tunnel, der ungesunde Dynamiken erzeugt.

Menschlich geprägte Pferde können die intuitive Pause wiedererlernen. Und wir mit ihnen.

Um erste Schritte dabei geht es im Kurs.

»Restart: Erfahrung«

Dass Lebewesen über Erfahrungen lernen ist nicht neu. Aber dass wir, wie auch durch Training geprägte Tiere, das Erfahren als solches selbst erst wieder neu lernen müssen, hängt damit zusammen, dass es in der Regel mit Konditionierung – also einem erwünschten Ergebnis verknüpft ist.

Das Ziel bei Trainings und Erziehung sind gute Erfahrungen. Davon hätten wir (für uns und die Pferde) gerne so viele wie möglich. Schlechte oder falsche Erfahrungen werden »korrigiert«. (Korrekturpferde, Menschen landen in Therapien). Um Pferden und Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Wie wir es uns für sie wünschen.

Dadurch verlieren wir unsere Offenheit und Neugier auf andere Möglichkeiten, als das, was wir planen. Und wir verlernen (die Pferde und die Menschen), dass es bei Erfahrungen vor allem um ein unersetzliches Erlebnis unseres subjektiven Selbsts geht.

Darum geht es im Kurs.

»Meine Fragen. Meine Antworten.«

Jedes Lebewesen besitzt ein Recht auf seine eigenen Fragen. UND seine eigenen Antworten. Gäbe es ein Grundgesetz für Tiere (menschliche und nicht-menschliche) müsste das einer der ersten Paragraphen sein. Denn wenn Menschen glauben, die Antworten ihrer Tiere zu kennen (also, zu wissen, was für sie richtig und falsch ist), entmündigen sie einerseits ein Lebewesen komplett. Andererseits erschaffen sie so reaktive Lebewesen, die abstumpfen oder aufgeben eigene (vielleicht andere als die erwünschten) Antworten zu suchen, statt sich mit etwas wirklich auseinandersetzen zu können. Begründet wird das mit dem Schutz und der Sicherheit des Lebewesens. So wie wir es für nötig halten. Erzeugt wird dadurch: erlernte Hilflosigkeit. Die eigene Lösungsmöglichkeiten nicht zulässt.

Aber – wie lebt man denn mit einem Pferd oder einem Hund, einem Tier, das seine eigenen Fragen und Antworten haben und ihnen nachgehen kann?

Darum geht im Kurs.

»Was ist? Oder: Was soll sein?«

Evolution geschieht durch Anpassung. Trotzdem ist Anpassung ein menschliches Reizwort. Mit der Anpassung an das, was ist, tun wir uns schwer. Wir haben auch viel eher gelernt uns anzupassen an das, was sein soll. Und das ist ein eklatanter Unterschied. Und ein grundlegendes Mißverständnis der Menschen. Wie auch beim Zusammensein mit den Pferden.

Darum geht es im Kurs.

TBC.

Wer schon mehr wissen möchte, oder Interesse hat, kann mich gerne persönlich kontaktieren: oder 069 - 98 67 04 76 (wird auf Handy umgeleitet).